Die erste Bad Kreuznacher „Stadtteile-Broschüre“ 2016


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Einladung Seniorinnen- und Seniorentreff in Planig

Jeden 1. Donnerstag im Monat
Zeit von
15.00 - 18.00 Uhr im Sängerheim


weitere Webseiten:

www.anf-planig.de
www.tsg-planig.de
www.mein-planig.de
www.ev-pfarrei-planig.de
www.sonnet-badkreuznach.de


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Bilder Bad Münster a/Stein-Ebernburg
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Bilder Salinental / Roseninsel
Bürgerinformation 1 Jahr Ortsbeirat Planig


Beschreibung der Projektidee zu LILE Soonwald Nahe 2014

 

Problemstellung:

 

Die Bürgerinnen und Bürger von Planig vermissen den Dorfmittelpunkt. Mit dem Rückgang der Nahversorgung, kleiner Lebensmittelladen, zwei Bäcker, zwei Metzger, in den vergangenen Jahren, ist die Möglichkeit der Begegnung und der Kommunikation ebenso zurück gegangen. Der Wunsch ist, wieder einen Dorfmittelpunkt mit einem Dorfladen für den täglichen Bedarf zu haben. Ebenfalls wird begrüßt, ein kleines Kaffee als Treffpunkt für Jung und Alt zu errichten. Diese Begegnungsstätte soll die Menschen wieder näher bringen.

Da in absehbarer Zeit die Feuerwehr die Ortsmitte verlässt, wird ein Gebäude frei. Dieses Gebäude ist die Zehntscheune, die sich angrenzend an das Rathaus von Planig befindet. Die Zehntscheune bietet nicht nur im Erdgeschoß ausreichend Platz, sondern hat einen außergewöhnlichen Gewölbekeller, dessen derzeitige Nutzung als Lagerstätte diesen Räumlichkeiten nicht gerecht wird. Das Rathaus ist sanierungsbedürftig. Ein großer Sitzungsraum fehlt. Die vorhandenen Räume sind sehr beengt. Im Obergeschoß befinden sich Wohnungen, die nicht mehr vermietbar sind und dringend saniert werden müssen. Insgesamt ist festzustellen, dass die Zehntscheune sowie das Rathaus ortbildprägend sind und erhalten werden müssen. Dies ist auch aus dem geschichtlichen Hintergrund geschuldet. Die Freifläche vor dem Rathaus und der Zehntscheune ist ebenfalls herzurichten. Das gesamte Areal befindet sich in der Denkmalzone bzw. steht unter Denkmalschutz.

 

Geschichtlicher Hintergrund:

 

In den dreißiger Jahren des 18. Jahrhunderts wurden unter Abt Franziskus die Gebäude in der Mainzer Straße 85 (Zehntscheune) und 87 (heute Wohnhaus) errichtet.

Es waren Wirtschaftsgebäude und Verwaltungssitz der Mainzer Benediktinerabtei St. Jakob, die jahrhundertelang die Grundherrschaft über Planig besaß.

Bis zum Beginn des 2. Weltkrieges befand sich in der Zehntscheuer und im darunter liegenden Gewölbekeller die Weinhandlung einer jüdischen Familie.

 

Projektinhalt:

 

Mit Freiwerden der Zehntscheune soll aus der alten Feuerwehr ein Zentrum der Begegnung werden. Im Erdgeschoß der Zehntscheune soll ein Dorfladen mit all den notwendigen Nebenräumen wie Lager, Kühllager und Personalräumen entstehen. Ziel ist, die Möglichkeit der Kommunikation und ein Treffpunkt von Jung und Alt zu schaffen. Um das Angebot abzurunden, soll dieser Dorfladen mit einem Kaffee erweitert werden. In dem Dorfladen sollen schwerpunktmäßig regionale Produkte, Produkte des täglichen Bedarfs, angeboten werden. Dieses Konzept soll sich in dem Kaffee wieder finden. Auch hier ist es der Wunsch, selbstgebackene Kuchen anzubieten und somit den Gedanken der Regionalität aufzugreifen.

Die Freifläche ist so zu gestalten, dass ein kleiner Parkbereich entsteht und Ware angeliefert werden kann. Der Rest der Fläche soll als Freisitz zur Verfügung stehen. Im Untergeschoß der Zehntscheune bietet sich an, die Tonnengewölbe für Veranstaltungen zu nutzen. Der Zugang in das Gewölbe erfolgt von Außen. Es ist geplant, in dem Eingangsbereich des Gewölbes ausreichend Toiletten vorzusehen. Außerdem soll eine Anrichteküche für Party-Service etc. eingerichtet werden. Ebenso sollen ein Kühllager und ein Lager für Bestuhlung

etc. untergebracht werden. Im nördlichen Bereich des Gewölbekellers wird ein Bühnenbereich Platz finden. Hinter dem Bühnenbereich soll ein barrierefreier Zugang geschaffen werden. Es ist ebenso denkbar, einen Aufzug einzubauen, um ausreichend flexibel zu werden, auch dem Obergeschoß der Zehntscheune eine Nutzung zuzuordnen und dieses später auszubauen. Derzeit ist der weitere Ausbau der Zehntscheune in den oberen Geschossen nicht geplant.

Das Rathaus soll weiterhin als Rathaus genutzt werden. Wunsch ist es, einen größeren Sitzungsraum zu haben. Bei Sitzungen des Ortsbeirates von Planig mit Anwesenheit der Presse, evtl. Vertreter der Stadt und reger Bürgerbeteiligung reicht der derzeitige Raum nicht aus. Das Ortsvorsteherbüro soll mit dem derzeitigen Sitzungsraum zu einem großen Raum zusammengelegt werden. Das Büro des Ortsvorstehers kann nach Osten rücken und ist für die Bürgersprechstunde groß genug.

Die Wohnungen im Obergeschoß können im Zuge der Sanierung zu Ferienwohnungen bzw. Gästezimmer umgebaut werden. Die Gäste können im neu entstehenden Kaffee frühstücken. Im Laufe des Tages die Naheregion erkunden und abends bei einem der Planiger Winzer eine Weinprobe genießen oder aber den Chorproben des Planigers Gesangsvereins lauschen. Denn das Sängerheim grenzt nördlich an die Zehntscheune. Dieses Ensemble bietet sich an, Planigs Mitte zu werden.



Bild: Frau Schnorrenberger / Dirk Gaul

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